University of Luxembourg Bundestagspräsident Norbert Lammert diskutierte mit Studenten University of Luxembourg
Université du Luxembourg
Multilingual. Personalised. Connected.

Bundestagspräsident Norbert Lammert diskutierte mit Studenten

Welche Zukunft für Europa? Macht eine EU verschiedener Geschwindigkeiten Sinn? Und welche Rolle spielen nationale Parlamente in der EU? Über diese und andere Fragen rund um Europa haben die Präsidenten des deutschen Bundestags, Norbert Lammert, und der luxemburgischen Abgeordnetenkammer, Mars Di Bartolomeo, am 22. Mai mit Studenten der Universität Luxemburg diskutiert.

Auf Campus Belval begrüβten Interimsrektor Ludwig Neyses, Vizerektor Romain Martin und ein Dutzend Doktoranden und Masterstudierende aus Politik- und Geschichtswissenschaften, Europarecht und anderen Fächern die beiden hohen Gäste und ihre Delegation.

Die Euro-Zone oder das Schengen-Abkommen belegten, dass ein Europa der zwei Geschwindigkeiten Realität sei, so der Bundestagspräsident. Im europäischen Einigungsprozess an einem einheitlichen Tempo festzuhalten, erhöhe das Risiko des Stillstandes. Kritisch betrachtet Norbert Lammert die Tendenz, dass immer mehr Aufgaben auf die EU übertragen werden, diese aber ein Staatenbund ist. Diese Diskrepanz sei nicht mehr aufrechtzuerhalten, so Lammert.

Wichtig sei, in Veränderungsprozessen wie der Globalisierung und dem Strukturwandel, Bürger sozial zu begleiten. Sorgen bereitet beiden Parlamentspräsidenten wie auch den Studierenden der aufkommende Rechtspopulismus. Die bürgerlichen Parteien sollten ihr Profil schärfen und  die Nähe zum Bürger suchen, so Mars di Bartolomeo. 

Norbert Lammert, seit 2005 Präsident des Deutschen Bundestages, besuchte das Großherzogtum Luxemburg auf Einladung des Luxemburger Kammerpräsidenten Mars di Bartolomeo. Themen waren die Beziehungen Deutschlands und Luxemburgs sowie aktuelle Fragen rund um die Europäische Union.

Empfangen wurde Norbert Lammert von Premierminister Xavier Bettel, vom Großherzog sowie von Abgeordneten aus Luxemburg. Den Abschluss des eintägigen Besuchs bildete die Diskussion mit Studierenden.

 

 (c) Michel Brumat / Universität Luxemburg