University of Luxembourg 10 Jahre BSSE: in der Gesellschaft verankert University of Luxembourg
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10 Jahre BSSE: in der Gesellschaft verankert

Eine neue Publikation der Universität Luxemburg „Der Bachelor in Sozial- und Erziehungswissenschaften und seine Praxisfelder“ zeigt faktenreich wie dieses Studienprogamm (BSSE) seit 11 Jahren dem Bedarf an Sozialarbeitern in Luxemburg entgegenkommt, sowie beachtlich zum Erfolg der luxemburgischen Wirtschaft und Gesellschaft beiträgt.

In seiner Rede zur „Lage der Nation“ im April wies Premierminister Xavier Bettel darauf hin, dass in den nächsten Jahren 350 Sozialarbeiter eingestellt werden sollen, um weiterhin das sozialen und gesellschaftliche Wohlbefinden, sowie präventive Maßnahmen zu verbessern und erweitern. Als Vergleich, seit 2007, also zehn Jahren, haben 309 Personen den BSSE absolviert, davon 168 als Sozialpädagoge ( éducateurs gradués ) und 141 als Sozialarbeiter.

Ein Studienprogramm, das Absolventen arbeitstechnisch und sprachlich auf den Arbeitsmarkt vorbereitet

Wie Prof. Georg Mein, Dekan der Fakultät für Sprachwissenschaften und Literatur, Geisteswissenschaften, Kunst und Erziehungswissenschaften, bezeugt: „Natürlich wird ein besonderer Akzent auf die Anforderungen gelegt, die sich in Luxemburg aus der Situation der Mehrsprachigkeit und der unterschiedlichen Nationalitäten und Kulturen ergeben. “

Durch zwei Praxisphasen – eine im 3. und eine im 6. Semester – werde Studierende auf die Arbeitsrealität im Sozialwesen und Sozialpädagogik vorbereitet. „Das PraxisBüro ist als Schnittstelle zwischen der Universität und den vielfältigen Akteuren in Praxis und Politik konzipiert“, erklärt Petra Böwen, Leiterin des Praxisbüros. „Die vielfältigen Angebote des PraxisBüros entstehen stets aus Anfragen und Bedürfnissen der unterschiedlichen Zielgruppen.“

Jedes Jahr finden sowohl das Netzwerktreffen und der Praxis- und Kontakttag statt. Unter dem Motto „BSSE-Absolventen im Beruf", stellt die erste Veranstaltung den Kontakt zwischen den Studierenden und den Alumni des Kursus bereit. Beim Praxis- und Kontakttag hingegen lernen Studierende Praxiseinrichtungen aus Luxemburg und der Großregion kennen, können Kontakte knüpfen und ihr Netzwerk zu den Akteuren aufbauen. Der nächste Praxis- und Kontakttag findet am 19. Oktober statt.

Nahe am luxemburgischen Arbeitsmarkt

Alleine in 12 Monaten (von Oktober 2014 bis September 2015) sichtete das Praxisbüro 252 Stellenanzeigen für Sozialpädagogen (198) und Sozialarbeiter (54). Betrachtet man die Praxisfelder und Abschlussarbeiten der Absolventen näher und vergleicht sie mit Daten von Arbeitsstellen der Alumni, so bemerkt man wie realitätsnah der Bachelor den Bedarf im luxemburgischen Arbeitsmarkt nährt:

  • Der Bereich Kindheit, Jugend und Familie spielt eine wichtige Rolle: 38% der Studierenden schreiben ihre Abschlussarbeit in einem Thema dieser Sparte, und 45% der Absolventen arbeiten in diesem Bereich. Dieses Praxisfeld beinhaltet somit die frühkindliche Bildung und Erziehung, die Tagesbetreuung, die offene Kinder- und Jugendarbeit, die Schulsozialarbeit, die Internatserziehung, die Sexualerziehung, die Erziehungshilfe für Eltern, die Familienberatung, die Ehe- oder Beziehungsberatung, die Scheidungsberatung, die Adoption, das Pflegekindwesen sowie die Heimerziehung.
  • Die zweitgrößte Sparte bildet Benachteiligung und Chancengleichheit , in der 24% der Studierenden ihre Abschlussarbeit schreiben und 17% arbeiten werden.
  • Hintereinander entsprechen Kriminalität und Resozialisation , Gesundheit , Beschäftigung und Erwachsenenbildung sowie Alter und Pflegebedürftigkeit die restlichen vier Sparten aus.

Die Luxemburger Wirtschaftspyramide steht auf einer soliden Sozial- und Gesellschaftsbasis. Sei es durch Kinder- und Altersbetreuung, die es Eltern erlauben zu arbeiten, durch Pflegeorganisation durch welche pflegebedürftigen oder resozialisierte Personen zur Gesellschaft und der Wirtschaft beitragen, durch Hilfsinstitutionen in Bereich der Gesundheit, Unterkunft, Pädagogik, Integration, Arbeitsunterstützung und viele mehr. Ohne diese Basis wären sowohl Wirtschaft wie Allgemeinwohl gefährdet.

Die Bewerberzahlen für das BSSE sind stetig aufgestiegen, von 58 Bewerbern in 2008 zu 239 für das Studienjahr 2016-2017. Dabei wird jedoch ein Maximum von 70 Bewerbern nicht überschritten um gemäß der Luxemburger Universitätspolitik ein gutes Verhältnis von Lehrpersonal und Studenten zu behalten.

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Weiterführende Links: Der Bachelor in Sozial- und Erziehungswissenschaften (BSSE) und seine Praxisfelder